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Ernst, Axel: Norske Hvide fra Kong Hans. I: NNÅ 1940 side 73-93

Zusammenfassung von
Axel Ernst: König Hans' norwegische Witten

Verf. beschreibt 2 von ihm erworbene norwegische Witten von König Hans, die nicht in H. H. Schou's Standardwerk über dänische und norwegische Münzen 1448-1923 (Kopenhagen 1926) verzeichnet sind.

Den ersten, der von Ludwig Grabow, Rostock, aus dessen Versteigerungskatalog VII vom 25. VI. 1934 erwoben wurde, worin die Münze unter Nr. 312 jedoch nicht ganz genau beschrieben ist, hält Verf. für eine Throndheimer- (Nidaros-) Prägung königlichen (nicht erzbischöflichen) Schlages, während der zweite, etwas abgegriffene, nach Ausweis seiner Rückseitenumschrift, in Bergen geprägt ist.

Die norwegischen Witten von König Hans scheinen ein Durchschnittsgewicht von 0.63 g zu haben, während die dänischen Witten dieses Königs ein solches von ca. 6,75 g aufweisen. Die Feinheit der dänischen Witten ist zu 245-280 Tausendstel festgestellt worden; so dass also diese Witten wesentlich geringhaltiger sind als der lübische Witten, der 1502 ein Gewicht von 1,08 g und eine Feinheit von ca. 328 Tausendstel hatte. Während daher der dänische Witten in Schweden beliebt gewesen zu sein scheint, gab er in Norddeutschland wegen seiner Geringhaltigkeit Anlass zu vielen Klagen. Bekannt ist übrigens, dass der dänische Witten von Herzog Johann IV. von Sachsen-Lauenburg (1463-1507) in Ottendorf nachgeahmt worden ist.

In König Hans' norwegischer Handfeste vom 1. Februar 1483 ist aufgeführt, dass in Nidaros, Bergen und Oslo Münzen nach dänischen Fuss geschlagen werden sollen. Die Münzstätte ist jedoch ausdrücklich nur auf Münzen von Bergen angeführt (Schillinge, Sechslinge und Witten, Schou 92, 100-101 und 168-186). - Nach des Verf.'s Meinung sind nun alle Ausmünzungen von Bergen mit dem Stadtnamen versehen, während die norwegischen Münzen, die nicht mit der Angabe "Moneta nova Bergensis" ausgestattet sind, zu jenen anderen Münzstätten gehören dürften. Nach Oslo verlegt Verf. die Witten Schou 187-213 und den Hohlpfennig mit dem norwegischen Löwen (Schou 226) wegen des vor dem Löwen angebrachten Ringes, der oft auf den vermeintlichen Oslo-Witten vorkommt, aber auf den Münzen von Bergen zu fehlen scheint. Als erzbischöfliche Münzen von Nidaros will Verf. nur die ansehen, die den erzbischöflichen Titel tragen, oder, wie im Falle der stummen Hohlpfennige, das erzbischöflichen Wappen oder das des Domkapitels, während andere Münzen mit der Umschrift "Moneta nova Nidrosiensis" für königliche Ausmünzungen in Nidaros gehalten werden müssen (Schou 222-223). Und dasselbe gilt sicher für die Münzen Schou 214-221, wie auch für die von Schou zu Gaute Ivarsson gelegten Hohlpfennige Nr.14-15. Die Witten mit Umschrift "Sit nomen Domini benedictum", Schou 224-225, sind weder norwegisch noch dänisch, sondern 1512 in Helmstedt geprägt. Diese Witten waren aus dem Museum Regium 1710 bekannt und sind seitdem im Norden als dänisch oder norwegisch aufgefasst worden. Bode veröffentlichte 1847 die Münzverordnung für Heimstedt (1512), aber weder er noch spätere deutsche Numismatiker waren sich darüber klar, dass der in der Verordnung genannte "kleine Groschen" längst in Dänemark-Norwegen bekannt gewesen ist. Erst durch den von Jesse 1930 veröffentlichten Fund sind diese Witten in Deutschland bekannt geworden.

Abschliessend gibt Verf. eine Übersicht über eine Anzahl Münzfunde aus Norwegen und Dänemark, die beweisen, dass norwegische und dänische Witten zwar zusammen umgelaufen sind, gleichzeitig aber auch zeigen, wieviel seltener die norwegischen Witten in den Funden vorkommen. Aus diesem Grunde muss man daher auch annehmen, dass die norwegischen Ausmünzungen weit weniger umfangreich als die danischen gewesen sein müssen. Und dies wird auch durch ein paar norddeutsche Münzfunde bekräftigt, die in Wismar und Travemünde gehoben worden sind.


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